Autor: Sven Wähnke
Lesezeit: 9 Minuten
Es gibt Baustoffe, die man kaum bemerkt, solange sie verbaut sind. Aber sobald man eine Wand öffnet, liegen sie plötzlich überall: Gipskarton, Porenbeton, Bimssteine, leichte Trennwände, bröselige Reststücke, die sich in jede Ecke schleichen.
Leichtbaustoffe fallen bei fast jedem Umbau, jeder Sanierung und besonders im Trockenbau an. Beim Entsorgen zeigen sie ihre wahre Persönlichkeit: sperrig, voluminös und überraschend hartnäckig. Und genau hier entscheidet sich, ob eine Renovierung sauber zu Ende geht oder ob die Entsorgung zur kleinen Nebenbaustelle wird.
Ein Container für Leichtbaustoffe kostet je nach Region und Größe ab 289 € bis ab 1.139 € inklusive Transport und Entsorgung, mit bis zu 21 Tagen kostenloser Stellzeit. Er ist Ihre Möglichkeit, Ytong, Porenbeton, Bims und Rigips sortenrein und korrekt loszuwerden – diese Materialien gehören weder in den Bauschuttcontainer noch in den Baumischabfall, sie brauchen ihre eigene Kategorie.

Die Preise variieren je nach Region spürbar – teils um mehr als das Doppelte für dieselbe Containergröße. Alle Preise verstehen sich inklusive Transport, Anlieferung, Abholung und Entsorgung sowie bis zu 21 Tage kostenloser Stellzeit.
| Containergröße | Preisspanne |
|---|---|
| 3 m³ | ab 289 € – ab 659 € |
| 5 m³ | ab 389 € – ab 899 € |
| 7 m³ | ab 489 € – ab 1.139 € |
Die Spannen basieren auf einer Stichprobe verschiedener Regionen und geben einen realistischen Orientierungsrahmen – der genaue Preis hängt von Ihrer Postleitzahl, der Entfernung zur nächsten Entsorgungsanlage und regionalen Deponiegebühren ab. Den exakten Preis für Ihre PLZ zeigt Ihnen der Online-Konfigurator sofort an.
Die Begriffe werden im Alltag oft durcheinandergeworfen. Hier die Einordnung, bevor Sie bestellen:
| Material | Was es ist | Gehört in den Leichtbaustoff-Container? |
|---|---|---|
| Ytong / Porenbeton | Mineralischer Baustoff aus Kalk, Zement/Sand und Wasser, durch Aluminiumpulver aufgeschäumt und dampfgehärtet | Ja |
| Bimsstein / Bimsbeton | Leichter, poriger Naturstein bzw. Beton mit Bims-Zuschlag | Ja, gemeinsam mit Porenbeton |
| Rigips / Gipskarton | Gipskern zwischen Kartonlagen | Ja |
| Poroton | Markenname für gebrannten Hochlochziegel (Tonziegel) | Nein – gehört zum Bauschutt |
Wichtig zur Klarstellung: Poroton ist trotz des ähnlich klingenden Namens kein Porenbeton, sondern ein gebrannter Ziegel aus Ton. Er zählt zum mineralischen Bauschutt und muss getrennt von Ytong, Porenbeton und Bims entsorgt werden. Wird Poroton mit Porenbeton vermischt, stört das den Recyclingprozess beider Materialien – deshalb bitte in den Container für Bauschutt geben, nicht in den Leichtbaustoff-Container.
Der Grund für die strikte Trennung von Ytong, Porenbeton und Bims von echtem Bauschutt (Beton, Ziegel, Estrich): Die poröse Struktur verhält sich in der Bauschutt-Aufbereitungsanlage anders als massives Material und kann eine ganze Charge Recyclingschotter unbrauchbar machen.
Eine häufig gestellte Frage – und die Antwort ist eindeutig: Nein, Ytong/Porenbeton ist kein Sondermüll. Es handelt sich um mineralischen Bauabfall, der lediglich getrennt von normalem Bauschutt erfasst werden muss, damit er stofflich verwertet werden kann.
Je nach Reinheit gelten unterschiedliche AVV-Abfallschlüssel:
17 01 01 – sortenreiner Porenbeton/Bims ohne Fremdstoffe
17 01 07 – Porenbeton gemischt mit mineralischem Bauschutt (Ziegel, Beton)
17 09 04 – Porenbeton verunreinigt mit nicht-mineralischen Fremdstoffen (Holz, Folie, Metall)
Nur bei tatsächlicher Schadstoffbelastung (z. B. Altlasten am Gebäude vor 1993) kann eine gefährliche Einstufung greifen – das betrifft dann aber die Schadstoffbelastung selbst, nicht den Porenbeton als Material.
| Erlaubte Stoffe: | Poroton und andere Ziegel (gehören zum Bauschutt) |
|---|---|
| Ytong / Porenbeton (Mauersteine, Fertigteile) Bimsstein / Bimsbeton | Holzreste, Styropor / EPS |
| Rigips- und Gipskartonplatten | Folien, Verpackungen, Dämmmaterial |
| Gipsfaserplatten | Bauschutt (Beton, Steine, Estrich, Ziegel) |
| Leicht- und Schaumbeton | Glas, Glasbausteine, Türen, Fenster, Möbel |
| Zerlegte Trockenbauwände ohne Metallprofile | Metallprofile (Trockenbauprofile, Latten) |
Fallen bei Ihrem Projekt mehrere Materialien gleichzeitig an, brauchen Sie ggf. zwei Container: einen für Leichtbaustoffe und einen für Bauschutt. Das verhindert Fehlwürfe und teure Nachberechnungen.
| Projekt | Empfohlene Größe |
|---|---|
| Kleine Wand, Gäste-WC, eine Deckenfläche | 3 m³ |
| Mittelgroße Renovierung in 1–2 Räumen | 5–6 m³ |
| Dachgeschoss, ganze Etage, größere Rückbauten | 7 m³ |
3 m³ reicht für kleine Rückbauten wie eine einzelne Trockenbauwand oder ein Gäste-WC, ab 289 €. 5–6 m³ ist der Mittelweg für die meisten Wohnungsrenovierungen, ab 389 €. 7 m³ empfiehlt sich bei großen Rückbauten, ab 489 €. Da Ytong, Porenbeton und Rigips voluminöser sind, als sie wiegen, lieber eine Nummer größer bestellen – der Preis pro m³ sinkt zudem mit der Containergröße.
Stellgenehmigung: Auf öffentlichem Grund (Straße, Gehweg, Parkplatz) ist eine Stellgenehmigung nötig, inklusive Verkehrssicherung. CURANTO übernimmt das auf Wunsch.
Gewichtsgrenze: Container über 10.000 kg Gesamtgewicht dürfen nicht transportiert werden – auch leichte Materialien summieren sich bei größeren Mengen.
Befüllung: Der Abfall darf die Ladekante nicht überschreiten, nichts darf seitlich überstehen. Überfüllte Container werden aus Sicherheitsgründen nicht abgeholt.
Platzbedarf für Lieferung/Abholung: mindestens 4 m Durchfahrtshöhe, ca. 3,50 m Durchfahrtsbreite, rund 10 m Platz zum Absetzen sowie 10–15 m Rangierfläche.
Untergrund: befestigt, tragfähig und eben – Rasen oder frisch angelegte Wege sind ungeeignet.
Sortenreinheit ist Pflicht. Ytong, Porenbeton, Bims und Rigips müssen ohne Fremdstoffe erfasst werden – jede Vermischung mit Holz, Metall, Bauschutt oder Dämmstoffen macht die Entsorgung teurer und kann zu Nachberechnung führen.
Metallprofile vorher trennen. Bei Trockenbauwänden sitzen Gipskartonplatten häufig auf CW-/UW-Profilen. Diese gehören separat ins Altmetall, nicht in den Leichtbaustoff-Container.
Voluminös, aber leicht. Ein paar Quadratmeter Rigips oder Porenbeton füllen einen Container schneller, als das Gewicht vermuten lässt – im Zweifel eine Größe größer wählen.
Ein 3-m³-Container kostet bundesweit zwischen ab 289 € und ab 659 €, inklusive Transport und Entsorgung. Bei 5 m³ liegt die Spanne zwischen ab 389 € und ab 899 €, bei 7 m³ zwischen ab 489 € und ab 1.139 €. Den exakten Preis für Ihre PLZ zeigt der Online-Konfigurator sofort an.
Nein, Ytong bzw. Porenbeton ist kein Sondermüll, sondern mineralischer Bauabfall mit dem AVV-Schlüssel 17 01 01 (sortenrein) bzw. 17 01 07 (gemischt mit Bauschutt). Es muss lediglich getrennt von normalem Bauschutt gesammelt werden, damit die Verwertung funktioniert.
Kleinere Mengen können viele Wertstoffhöfe annehmen, meist gegen eine Gebühr nach Gewicht oder Volumen. Für größere Mengen aus Umbau oder Sanierung ist ein Container ab 289 € oft die praktischere und günstigere Lösung.
Ja, Bimsstein und Porenbeton können gemeinsam im selben Container entsorgt werden, solange keine Fremdstoffe wie Ziegel, Beton oder Holz beigemischt werden.
Nein. Poroton ist ein gebrannter Ziegel und gehört zum Bauschutt, nicht zum Leichtbaustoff-Container. Trotz des ähnlichen Namens unterscheidet sich das Material grundlegend von Porenbeton.
Ytong-Steine werden in verschiedenen Formaten angeboten, die sich je nach Wandstärke und Verwendungszweck unterscheiden. Für die Entsorgung spielt das Format keine Rolle – entscheidend ist, dass die Steine sortenrein bleiben.
Porenbeton nimmt aufgrund seiner porösen Struktur Feuchtigkeit auf und ist nicht von Haus aus wasserbeständig. Das hat auf die Entsorgung keinen Einfluss, ist aber bei der Zwischenlagerung auf der Baustelle relevant, wenn Steine vor Regen geschützt werden sollen.
Poroton und andere Ziegel, Holz, Metallprofile, Dämmmaterial, Folien, Bauschutt, Styropor/EPS, Glas sowie Türen und Fenster gehören nicht hinein. Bei Vermischung wird der Inhalt als andere Abfallart abgerechnet.
Standardmäßig stehen Ihnen bis zu 21 Tage kostenlose Stellzeit zur Verfügung. Eine Verlängerung ist bei Bedarf jederzeit möglich – kontaktieren Sie uns kurz vor Ablauf.
Datenstand: 28. Juli 2026